Zubehör

Mechanisches Codiersystem

Werden unterschiedliche Produkte ab- oder umgefüllt, dürfen bestimmte Produkte nicht miteinander in Kontakt kommen. Die Anschlüsse zu den Leitungen müssen unverwechselbar sein. Hierzu dient die mechanische Codierung der Rohr-Schlauch-Schnellkupplung.

Das mechanische Codiersystem lässt verschiedene Codierungen zu. Sie bleibt auch beim Einkuppeln von außen sehr gut sichtbar und kann leicht in Position gedreht werden. Der Schlauch wird dabei nicht verdreht. Zeitaufwändiges Ausprobieren der richtigen Codierung entfällt und eine Farbcodierung ist auch nicht notwendig.

Bei falscher Zuordnung von Behälter und Schlauch kann es nie zum Aufschieben der Ventile und damit zu Produktvermischungen kommen. Wird die Kupplung schräg aufgesetzt, öffnen sich die Ventile nicht.

Elektronisches Codiersystem

Benötigt man sehr viele Codierungsvariationen oder möchte man die Abfüllung der richtigen Flüssigkeit über eine SPS in der Leitwarte überwachen, löst man dies elektronisch! Hierfür ersetzt man einfach einen mechanischen Codierpin durch einen elektronischen Näherungsschalter bzw. –sensor. Mit einem elektronischen Codiersystem stehen nahezu unbegrenzte Codeformen und Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hitzebeständige Isolationsringe schützen den Sensor vor möglichen hohen Temperaturen des Mediums, das durch die Kupplung fließt.

Aufgabenstellung

Eine Schlauchleitung, die zur Förderung von Gefahrenmedien eingesetzt wird, muss eine Sollbruchstelle aufweisen. Diese verhindert bei unerwartet auftretenden Zugkräften ein Austreten von gefährlichen Flüssigkeiten oder brennbaren Gasen. Üblicherweise verwendet man hierzu Flanschkupplungen, verschraubt mit Abreißbolzen. Hat sich diese Kupplung im Notfall einmal gelöst, bedarf es größeren Aufwandes, die Verbindung wieder herzustellen: der Kundendienst des Herstellers muss die Kupplung wieder neu verschrauben. Als kostengünstigere Alternative bietet sich die Verwendung einer beidseitig absperrenden GATHER Schnellkupplung mit Seilzug an.

Abreißsicherung für Zugkräfte (axial)*

Ein Drahtseil, das an der Schiebehülse der Kupplungsfassung befestigt ist, zieht diese bei Zug im Schlauch in Öffnungsrichtung. Der in der Fassung befindliche Nippel wird ausgekuppelt und die Ventile der beiden Kupplungsteile schließen. Erst dann gleitet der Nippel aus dem Dichtungsring der Fassung. Somit kann kein Gas oder keine Flüssigkeit entweichen. Anschließend können beide Schlauchenden durch einfaches Ineinanderstecken wieder verbunden werden, da die Kupplung sofort wieder einsatzbereit ist.

Beachten Sie dazu auch die Hinweise in der Bedienungsanleitung.

Der Seilzug kann beispielsweise mit einer Schelle an einer Wand befestigt werden. Die Drahtseillänge ist so gewählt, dass sich die Schiebehülse der Fassung in Öffnungsrichtung bewegt, bevor sich der Schlauch strafft. Die Abreißsicherungen sind lieferbar für die Baureihen DBG und HKT mit allen lieferbaren Werkstoffen und Anschlüssen.

Abreißsicherung für Querkräfte (nicht axial)*

Diese Nottrenneinrichtung ermöglicht eine Schlauchtrennung bei unbeabsichtigtem, nicht axialem Schlauchzug. Zugkräfte können beispielsweise bei der Verladung von Tankwagen und Eisenbahnkesselwagen auftreten, wenn nach Beendigung des Vorganges vergessen wird, den Schlauch abzukuppeln und sich das Fahrzeug in Bewegung setzt. Kupplungsfassung und Kupplungsnippel sind während des Verladens verriegelt. Der Nippel ist fest am Fahrzeug installiert. Im Normalfall trennt man diese Verbindung, indem man die Schiebehülse zurückschiebt. Bei Schlauchzug schiebt der Ausrückteller die Schiebehülse zurück.

Vorteile

  • Nach einer Nottrennung müssen keine Scherstifte oder Abreißbolzen ausgetauscht werden; einfaches Ineinanderstecken genügt, um die Verbindung wiederherzustellen.
  • Nottrennkupplung und Schnellkupplung sind in einem System vereint.
  • Die Kupplung muss sich nicht zur einwandfreien Funktion in der Schlauchmitte befinden, sondern sitzt direkt am Fahrzeug: im Notfall fährt das Fahrzeug nicht mit einem abgekuppelten Schlauchstück los, sondern der gesamte Schlauch verbleibt an der Verladestelle!

*Hinweis: Beide Lösungen lassen sich auch kombinieren!

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